Chirurgen bei einer Operationen

Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie


Klinik für Allgemein-, Viszeral-
und Onkologische Chirurgie

Das Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie Wesel ist spezialisiert auf die operative Therapie von Leisten-, Zwerchfell- und Bauchwandbrüchen aller Art. Das Zentrum ist seit 2022 mit dem Siegel „Kompetenzzentrum Hernienchirurgie“ der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie ausgezeichnet.

Hernien Chirurgie Qualitätssiegel der Deutschen Hernien Gesellschaft

Qualitätsgesichertes Zentrum für Hernienchirurgie

Bauchwand-, Leisten- und Narbenbrüche zählen zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen weltweit. Eine konservative Therapie, mit der Hernien dauerhaft behandelt werden können, gibt es nicht. Eine nachhaltige Heilung ist in der Regel nur durch eine Operation möglich. Welche Operationsmethode sinnvoll ist, hängt von der Lage und Größe der Hernie, aber auch vom Alter, der individuellen Situation und möglichen Begleiterkrankungen unserer Patientinnen und Patienten ab.

Unser Zentrum orientiert sich an den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften und wurde Ende 2022 erfolgreich von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) und der Deutschen Hernien-Gesellschaft (DHG) als „Kompetenzzentrum Hernienchirurgie“ ausgezeichnet. Das Siegel bestätigt unsere medizinische Expertise und die hohe Qualität in der Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Dabei profitieren sie von modernen Operationsverfahren, einschließlich robotisch unterstützter Chirurgie, niedrigen Komplikationsraten und guten Langzeitergebnissen.

Voraussetzung für diese Auszeichnung ist der Nachweis eines hohen Maßes an Spezialisierung, Kompetenz und Erfahrung in der Hernienchirurgie. Hierfür dokumentieren und überprüfen wir regelmäßig festgelegte Qualitätskriterien, Behandlungsergebnisse und Versorgungsabläufe. Zudem nehmen wir an der externen Qualitätssicherung der gemeinnützigen Gesellschaft Herniamed der Deutschen Hernien-Gesellschaft teil. Diese Qualitätssicherungsstudie trägt dazu bei, die Behandlungsergebnisse in der Hernienchirurgie kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Patientenversorgung langfristig zu verbessern.
 

Weitere Informationen

 

Unsere Leistungen für Sie:

Ein Bruch – medizinisch als Hernie bezeichnet – ist eine krankhafte, angeborene oder erworbene Lücke im Bereich der Bauchwandschichten, durch die das Bauchfell und Bauchorgane nach außen gleiten können. Es besteht immer die Gefahr einer Einklemmung. Dies ist dann eine Notfallsituation, die eine sofortige ärztliche und operative Versorgung benötigt.

Leistenbruch

Ein Leistenbruch (Leistenhernie) zählt zu den häufigsten Erkrankungen der Bauchwand. Etwa 27 Prozent der Männer und rund 3 Prozent der Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens einen Leistenbruch. Typisch ist eine Vorwölbung in der Leistenregion, die insbesondere beim Husten, Pressen oder körperlicher Belastung sichtbar oder tastbar wird.

Neben der Schwellung können Beschwerden wie Druckgefühl, Stechen oder ziehende Schmerzen auftreten, die bis in den Hoden oder Oberschenkel ausstrahlen können. Häufig bessern sich die Symptome im Liegen oder verschwinden vorübergehend vollständig; nicht jede Leistenhernie verursacht Beschwerden.

Gefährlich wird ein Leistenbruch, wenn Darm oder anderes Bauchorgan in die Bruchlücke eintritt und eingeklemmt wird. Dadurch kann die Durchblutung des betroffenen Gewebes unterbrochen werden. Unbehandelt drohen ein Darmverschluss oder eine Bauchfellentzündung, sodass eine sofortige operative Behandlung erforderlich ist.

 

Risikofaktoren

  • angeborene oder erworbene Bindegewebsschwäche
  • chronischer Husten, Asthma oder chronische Bronchitis
  • häufiges Pressen bei chronischer Verstopfung
  • Übergewicht
  • schwere körperliche Belastung im Beruf oder Sport
  • Bauchwassersucht (Aszites)
  • Eiweißmangel, Unterernährung oder Tumorerkrankungen
  • Langfristige Kortisontherapie

 

Diagnostik

Die Diagnose wird in der Regel im Rahmen einer sorgfältigen körperlichen Untersuchung gestellt. Ergänzend setzen wir bei unklaren Befunden eine Ultraschalluntersuchung ein. Nur selten sind weiterführende bildgebende Verfahren wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) erforderlich.

 

Operative Behandlung

In unserem Hernienzentrum kommen moderne, leitliniengerechte Operationsverfahren nach aktuellem wissenschaftlichem Stand zum Einsatz. Die Wahl der geeigneten Methode richtet sich nach Art und Größe des Bruchs, Ihren Beschwerden, Begleiterkrankungen sowie möglichen Voroperationen. So können wir für jede Patientin und jeden Patienten das individuell passende Behandlungsverfahren auswählen mit dem Ziel einer sicheren Versorgung und einer schnellen Genesung.

 

Verhalten nach einer Leistenbruch-Operation

Nach einer Leistenbruchoperation ist in den ersten zwei Wochen eine schmerzangepasste Belastung empfehlenswert – grundsätzlich gilt: Alles, was keine Schmerzen verursacht, ist erlaubt. Der Alltag kann meist bereits kurz nach dem Eingriff wieder aufgenommen werden. Auf schweres Heben, Fahrradfahren, körperlich belastende Arbeit und intensiven Sport sollte für etwa drei Wochen verzichtet werden. Die genaue Dauer richtet sich nach dem Operationsverfahren und dem individuellen Heilungsverlauf.

Schenkelbruch

Die Schenkelhernie gehört zu den Brüchen der Leistenregion. Im Unterschied zum Leistenbruch liegt die Bruchlücke unterhalb des Leistenbandes.

Während Schenkelhernien bei Männern selten auftreten, machen sie bei Frauen etwa zehn Prozent aller Brüche in der Leistenregion aus. Aufgrund der meist kleinen Bruchlücke ist häufig keine typische Vorwölbung sichtbar oder tastbar. Im Vergleich zum Leistenbruch kommt es jedoch häufiger zu Schmerzen und Einklemmungen von Bauchorganen. Die Beschwerden können bis in die Innenseite des Oberschenkels ausstrahlen.

 

Diagnostik

Die Diagnose wird in der Regel durch eine körperliche Untersuchung gestellt und mittels Ultraschall gesichert.

 

Operative Behandlung

In unserem Hernienzentrum kommen moderne, leitliniengerechte Operationsverfahren nach aktuellem wissenschaftlichem Stand zum Einsatz. Die Wahl der geeigneten Methode richtet sich nach Art und Größe des Bruchs, Ihren Beschwerden, Begleiterkrankungen sowie möglichen Voroperationen. So können wir für jede Patientin und jeden Patienten das individuell passende Behandlungsverfahren auswählen mit dem Ziel einer sicheren Versorgung und einer schnellen Genesung.

Nabelbruch / epigastrischer Bruch

Der Nabelbruch zählt nach dem Leistenbruch zu den häufigsten Bauchwandhernien. Er entsteht an einer natürlichen Schwachstelle der Bauchwand im Bereich des Nabels. Ein epigastrischer Bruch entwickelt sich ebenfalls an einer natürlichen Schwachstelle der Bauchdecke, jedoch in der Mittellinie zwischen Nabel und Brustbein. Typisch sind eine sicht- oder tastbare Vorwölbung sowie Schmerzen, insbesondere bei körperlicher Belastung. 

 

Diagnostik

Die Diagnose wird in der Regel durch eine körperliche Untersuchung gestellt und bei Bedarf durch eine Ultraschalluntersuchung ergänzt.

 

Operative Behandlung

In unserem Hernienzentrum kommen moderne, leitliniengerechte Operationsverfahren nach aktuellem wissenschaftlichem Stand zum Einsatz. Die Wahl der geeigneten Methode richtet sich nach Art und Größe des Bruchs, Ihren Beschwerden, Begleiterkrankungen sowie möglichen Voroperationen. So können wir für jede Patientin und jeden Patienten das individuell passende Behandlungsverfahren auswählen mit dem Ziel einer sicheren Versorgung und einer schnellen Genesung.

 

Risikofaktoren

  • Übergewicht
  • Schwere körperliche Belastung
  • Bindegewebsschwäche
  • Schwangerschaft
  • Chronischer Husten oder starkes Pressen bei Verstopfung

Narbenbruch

Ein Narbenbruch entsteht im Bereich einer früheren Bauchoperation, wenn die Bauchwand an der Operationsnarbe nachgibt. Dadurch entsteht eine Bruchlücke, durch die Fettgewebe oder Darmanteile unter die Haut vorfallen können. Typisch sind eine sicht- oder tastbare Vorwölbung sowie Schmerzen oder ein Druckgefühl, insbesondere bei körperlicher Belastung.

Ein Narbenbruch bildet sich nicht von selbst zurück und vergrößert sich im Verlauf häufig. Werden Darmanteile in der Bruchlücke eingeklemmt, handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der eine sofortige Operation erforderlich macht.

 

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung. Je nach Befund ergänzen wir die Diagnostik durch eine Ultraschalluntersuchung oder eine Computertomographie (CT), insbesondere bei größeren oder komplexen Narbenbrüchen.

 

Operative Behandlung

In unserem Hernienzentrum kommen moderne, leitliniengerechte Operationsverfahren nach aktuellem wissenschaftlichem Stand zum Einsatz. Die Wahl der geeigneten Methode richtet sich nach Art und Größe des Bruchs, Ihren Beschwerden, Begleiterkrankungen sowie möglichen Voroperationen. So können wir für jede Patientin und jeden Patienten das individuell passende Behandlungsverfahren auswählen mit dem Ziel einer sicheren Versorgung und einer schnellen Genesung.

 

Risikofaktoren

  • Husten
  • akute oder chronische Atemwegserkrankungen
  • Darmverschluss
  • Bauchwasser
  • Übergewicht
  • Nierenfunktionsstörungen
  • postoperative Wundinfektionen
  • Diabetes
  • Tumor Erkrankungen
  • Eiweißmangel
  • Alkohol- und Nikotinmissbrauch
  • Bindegewebsschwäche
  • wiederholte Bauchschnitte

Zwerchfellbruch / Hiatushernie

Eine Hiatushernie (Zwerchfellbruch) entsteht, wenn sich die Öffnung im Zwerchfell, durch die die Speiseröhre vom Brust- in den Bauchraum verläuft, erweitert und Teile des Magens in den Brustkorb gelangen.

Zwerchfellbrüche sind häufig und verursachen oft keine Beschwerden. Bei einer gestörten Funktion des Mageneingangs kann jedoch Magensäure in die Speiseröhre zurückfließen und eine Refluxerkrankung verursachen. Typische Beschwerden sind Sodbrennen, saures Aufstoßen, Brustschmerzen, Schluckbeschwerden oder chronischer Husten. Bei größeren Zwerchfellbrüchen können sich größere Magenanteile oder der gesamte Magen in den Brustkorb verlagern.

 

Diagnostik

Die Abklärung erfolgt individuell in unserem spezialisierten Refluxzentrum. Neben der Magenspiegelung kommen je nach Fragestellung weitere Untersuchungen wie eine Säuremessung (pH-Metrie), eine Druckmessung der Speiseröhre (Ösophagus-Manometrie) oder eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel zum Einsatz.

 

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach der Größe des Bruchs und den Beschwerden. Zunächst erfolgt meist eine medikamentöse Therapie zur Reduktion der Magensäure. Wenn diese nicht ausreichend wirkt, nicht vertragen wird oder Komplikationen auftreten, kann eine operative Versorgung erforderlich sein.

In unserem Zentrum führen wir die Operation in der Regel minimalinvasiv mittels Bauchspiegelung durch und setzen bei Bedarf auch robotische Verfahren ein. Ziel ist es, den Zwerchfellbruch zu beheben und den Rückfluss von Magensäure dauerhaft zu reduzieren.

Parastomalhernie / Bruch bei künstlichem Darmausgang

Eine Parastomalhernie ist ein Bruch im Bereich eines künstlichen Darmausgangs (Stoma). Dabei erweitert sich die Durchtrittsstelle des Darms durch die Bauchwand, sodass sich ein Bruchsack mit Fettgewebe oder Darmschlingen nach außen vorwölben kann. Diese Form der Hernie tritt bei vielen Patientinnen und Patienten mit Stoma im Verlauf auf.

Eine operative Behandlung empfehlen wir insbesondere bei Beschwerden, zunehmender Größe der Hernie, Problemen mit der Stomaversorgung, chronischen Hautproblemen oder Beeinträchtigungen der Darmpassage. Bei einer Einklemmung von Darmanteilen mit Darmverschluss oder Durchbruch handelt es sich um einen medizinischen Notfall.

 

Operative Behandlung

In unserem Hernienzentrum kommen moderne, leitliniengerechte Operationsverfahren nach aktuellem wissenschaftlichem Stand zum Einsatz. Die Wahl der geeigneten Methode richtet sich nach Art und Größe des Bruchs, Ihren Beschwerden, Begleiterkrankungen sowie möglichen Voroperationen. So können wir für jede Patientin und jeden Patienten das individuell passende Behandlungsverfahren auswählen mit dem Ziel einer sicheren Versorgung und einer schnellen Genesung. Bei Bedarf beziehen wir unsere erfahrene Stomatherapie in die Behandlung ein.

Leistenbruch

Ein Leistenbruch (Leistenhernie) zählt zu den häufigsten Erkrankungen der Bauchwand. Etwa 27 Prozent der Männer und rund 3 Prozent der Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens einen Leistenbruch. Typisch ist eine Vorwölbung in der Leistenregion, die insbesondere beim Husten, Pressen oder körperlicher Belastung sichtbar oder tastbar wird.

Neben der Schwellung können Beschwerden wie Druckgefühl, Stechen oder ziehende Schmerzen auftreten, die bis in den Hoden oder Oberschenkel ausstrahlen können. Häufig bessern sich die Symptome im Liegen oder verschwinden vorübergehend vollständig; nicht jede Leistenhernie verursacht Beschwerden.

Gefährlich wird ein Leistenbruch, wenn Darm oder anderes Bauchorgan in die Bruchlücke eintritt und eingeklemmt wird. Dadurch kann die Durchblutung des betroffenen Gewebes unterbrochen werden. Unbehandelt drohen ein Darmverschluss oder eine Bauchfellentzündung, sodass eine sofortige operative Behandlung erforderlich ist.

 

Risikofaktoren

  • angeborene oder erworbene Bindegewebsschwäche
  • chronischer Husten, Asthma oder chronische Bronchitis
  • häufiges Pressen bei chronischer Verstopfung
  • Übergewicht
  • schwere körperliche Belastung im Beruf oder Sport
  • Bauchwassersucht (Aszites)
  • Eiweißmangel, Unterernährung oder Tumorerkrankungen
  • Langfristige Kortisontherapie

 

Diagnostik

Die Diagnose wird in der Regel im Rahmen einer sorgfältigen körperlichen Untersuchung gestellt. Ergänzend setzen wir bei unklaren Befunden eine Ultraschalluntersuchung ein. Nur selten sind weiterführende bildgebende Verfahren wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) erforderlich.

 

Operative Behandlung

In unserem Hernienzentrum kommen moderne, leitliniengerechte Operationsverfahren nach aktuellem wissenschaftlichem Stand zum Einsatz. Die Wahl der geeigneten Methode richtet sich nach Art und Größe des Bruchs, Ihren Beschwerden, Begleiterkrankungen sowie möglichen Voroperationen. So können wir für jede Patientin und jeden Patienten das individuell passende Behandlungsverfahren auswählen mit dem Ziel einer sicheren Versorgung und einer schnellen Genesung.

 

Verhalten nach einer Leistenbruch-Operation

Nach einer Leistenbruchoperation ist in den ersten zwei Wochen eine schmerzangepasste Belastung empfehlenswert – grundsätzlich gilt: Alles, was keine Schmerzen verursacht, ist erlaubt. Der Alltag kann meist bereits kurz nach dem Eingriff wieder aufgenommen werden. Auf schweres Heben, Fahrradfahren, körperlich belastende Arbeit und intensiven Sport sollte für etwa drei Wochen verzichtet werden. Die genaue Dauer richtet sich nach dem Operationsverfahren und dem individuellen Heilungsverlauf.

Schenkelbruch

Die Schenkelhernie gehört zu den Brüchen der Leistenregion. Im Unterschied zum Leistenbruch liegt die Bruchlücke unterhalb des Leistenbandes.

Während Schenkelhernien bei Männern selten auftreten, machen sie bei Frauen etwa zehn Prozent aller Brüche in der Leistenregion aus. Aufgrund der meist kleinen Bruchlücke ist häufig keine typische Vorwölbung sichtbar oder tastbar. Im Vergleich zum Leistenbruch kommt es jedoch häufiger zu Schmerzen und Einklemmungen von Bauchorganen. Die Beschwerden können bis in die Innenseite des Oberschenkels ausstrahlen.

 

Diagnostik

Die Diagnose wird in der Regel durch eine körperliche Untersuchung gestellt und mittels Ultraschall gesichert.

 

Operative Behandlung

In unserem Hernienzentrum kommen moderne, leitliniengerechte Operationsverfahren nach aktuellem wissenschaftlichem Stand zum Einsatz. Die Wahl der geeigneten Methode richtet sich nach Art und Größe des Bruchs, Ihren Beschwerden, Begleiterkrankungen sowie möglichen Voroperationen. So können wir für jede Patientin und jeden Patienten das individuell passende Behandlungsverfahren auswählen mit dem Ziel einer sicheren Versorgung und einer schnellen Genesung.

Nabelbruch / epigastrischer Bruch

Der Nabelbruch zählt nach dem Leistenbruch zu den häufigsten Bauchwandhernien. Er entsteht an einer natürlichen Schwachstelle der Bauchwand im Bereich des Nabels. Ein epigastrischer Bruch entwickelt sich ebenfalls an einer natürlichen Schwachstelle der Bauchdecke, jedoch in der Mittellinie zwischen Nabel und Brustbein. Typisch sind eine sicht- oder tastbare Vorwölbung sowie Schmerzen, insbesondere bei körperlicher Belastung. 

 

Diagnostik

Die Diagnose wird in der Regel durch eine körperliche Untersuchung gestellt und bei Bedarf durch eine Ultraschalluntersuchung ergänzt.

 

Operative Behandlung

In unserem Hernienzentrum kommen moderne, leitliniengerechte Operationsverfahren nach aktuellem wissenschaftlichem Stand zum Einsatz. Die Wahl der geeigneten Methode richtet sich nach Art und Größe des Bruchs, Ihren Beschwerden, Begleiterkrankungen sowie möglichen Voroperationen. So können wir für jede Patientin und jeden Patienten das individuell passende Behandlungsverfahren auswählen mit dem Ziel einer sicheren Versorgung und einer schnellen Genesung.

 

Risikofaktoren

  • Übergewicht
  • Schwere körperliche Belastung
  • Bindegewebsschwäche
  • Schwangerschaft
  • Chronischer Husten oder starkes Pressen bei Verstopfung

Narbenbruch

Ein Narbenbruch entsteht im Bereich einer früheren Bauchoperation, wenn die Bauchwand an der Operationsnarbe nachgibt. Dadurch entsteht eine Bruchlücke, durch die Fettgewebe oder Darmanteile unter die Haut vorfallen können. Typisch sind eine sicht- oder tastbare Vorwölbung sowie Schmerzen oder ein Druckgefühl, insbesondere bei körperlicher Belastung.

Ein Narbenbruch bildet sich nicht von selbst zurück und vergrößert sich im Verlauf häufig. Werden Darmanteile in der Bruchlücke eingeklemmt, handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der eine sofortige Operation erforderlich macht.

 

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung. Je nach Befund ergänzen wir die Diagnostik durch eine Ultraschalluntersuchung oder eine Computertomographie (CT), insbesondere bei größeren oder komplexen Narbenbrüchen.

 

Operative Behandlung

In unserem Hernienzentrum kommen moderne, leitliniengerechte Operationsverfahren nach aktuellem wissenschaftlichem Stand zum Einsatz. Die Wahl der geeigneten Methode richtet sich nach Art und Größe des Bruchs, Ihren Beschwerden, Begleiterkrankungen sowie möglichen Voroperationen. So können wir für jede Patientin und jeden Patienten das individuell passende Behandlungsverfahren auswählen mit dem Ziel einer sicheren Versorgung und einer schnellen Genesung.

 

Risikofaktoren

  • Husten
  • akute oder chronische Atemwegserkrankungen
  • Darmverschluss
  • Bauchwasser
  • Übergewicht
  • Nierenfunktionsstörungen
  • postoperative Wundinfektionen
  • Diabetes
  • Tumor Erkrankungen
  • Eiweißmangel
  • Alkohol- und Nikotinmissbrauch
  • Bindegewebsschwäche
  • wiederholte Bauchschnitte

Zwerchfellbruch / Hiatushernie

Eine Hiatushernie (Zwerchfellbruch) entsteht, wenn sich die Öffnung im Zwerchfell, durch die die Speiseröhre vom Brust- in den Bauchraum verläuft, erweitert und Teile des Magens in den Brustkorb gelangen.

Zwerchfellbrüche sind häufig und verursachen oft keine Beschwerden. Bei einer gestörten Funktion des Mageneingangs kann jedoch Magensäure in die Speiseröhre zurückfließen und eine Refluxerkrankung verursachen. Typische Beschwerden sind Sodbrennen, saures Aufstoßen, Brustschmerzen, Schluckbeschwerden oder chronischer Husten. Bei größeren Zwerchfellbrüchen können sich größere Magenanteile oder der gesamte Magen in den Brustkorb verlagern.

 

Diagnostik

Die Abklärung erfolgt individuell in unserem spezialisierten Refluxzentrum. Neben der Magenspiegelung kommen je nach Fragestellung weitere Untersuchungen wie eine Säuremessung (pH-Metrie), eine Druckmessung der Speiseröhre (Ösophagus-Manometrie) oder eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel zum Einsatz.

 

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach der Größe des Bruchs und den Beschwerden. Zunächst erfolgt meist eine medikamentöse Therapie zur Reduktion der Magensäure. Wenn diese nicht ausreichend wirkt, nicht vertragen wird oder Komplikationen auftreten, kann eine operative Versorgung erforderlich sein.

In unserem Zentrum führen wir die Operation in der Regel minimalinvasiv mittels Bauchspiegelung durch und setzen bei Bedarf auch robotische Verfahren ein. Ziel ist es, den Zwerchfellbruch zu beheben und den Rückfluss von Magensäure dauerhaft zu reduzieren.

Parastomalhernie / Bruch bei künstlichem Darmausgang

Eine Parastomalhernie ist ein Bruch im Bereich eines künstlichen Darmausgangs (Stoma). Dabei erweitert sich die Durchtrittsstelle des Darms durch die Bauchwand, sodass sich ein Bruchsack mit Fettgewebe oder Darmschlingen nach außen vorwölben kann. Diese Form der Hernie tritt bei vielen Patientinnen und Patienten mit Stoma im Verlauf auf.

Eine operative Behandlung empfehlen wir insbesondere bei Beschwerden, zunehmender Größe der Hernie, Problemen mit der Stomaversorgung, chronischen Hautproblemen oder Beeinträchtigungen der Darmpassage. Bei einer Einklemmung von Darmanteilen mit Darmverschluss oder Durchbruch handelt es sich um einen medizinischen Notfall.

 

Operative Behandlung

In unserem Hernienzentrum kommen moderne, leitliniengerechte Operationsverfahren nach aktuellem wissenschaftlichem Stand zum Einsatz. Die Wahl der geeigneten Methode richtet sich nach Art und Größe des Bruchs, Ihren Beschwerden, Begleiterkrankungen sowie möglichen Voroperationen. So können wir für jede Patientin und jeden Patienten das individuell passende Behandlungsverfahren auswählen mit dem Ziel einer sicheren Versorgung und einer schnellen Genesung. Bei Bedarf beziehen wir unsere erfahrene Stomatherapie in die Behandlung ein.

Unsere Operationsverfahren bei Hernien

Wir nutzen modernste Techniken, um den Bruchinhalt in den Bauchraum zurückzuverlagern, die Bruchpforte in der Bauchdecke mit einem Kunststoffnetz zu schließen und das körpereigene Gewebe zu stabilisieren. Dabei operieren wir in der Regel minimalinvasiv mit einem endoskopischen Verfahren. Diese für Patient:innen schonende Operationsmethode ermöglicht eine schnelle Rückkehr in den Alltag.

Minimalinvasive Chirurgie (MIC)

Eingriffe, die minimalinvasiv durchgeführt werden, brauchen nur kleine Schnitte. Am Bauch verwenden wir hier sogenannten Trokare, über die wir unsere kleinen Instrumente in die Bauchhöhle einführen. Mit einer HDTV-Kamer mit eigener Lichtquelle kann so das Operationsgebiet bestens eingesehen werden Dennoch können die gleichen Reparaturmethoden durchgeführt werden, wofür noch vor wenigen Jahren große Bauch-OP von notwendig waren.

Mit Hilfe der sogenannten Schlüsselloch-Technik versorgen wir bereits seit vielen Jahren routiniert u.a. Narben-, Bauchwand- und Leistenbrüche. Die Vorteile dieses Verfahrens für unsere Patientinnen und Patienten liegen dabei auf der Hand: Belastung, OP-Dauer, Narben und Rekonvaleszenz-Zeit können deutlich minimiert werden.

MILOS-Operationsverfahren

Die MILOS-Operation ist ein noch junges endoskopisches Verfahren bei Bauchwand- und Narbenhernien. Dabei wird minimal-invasiv ein Kunststoffnetz außerhalb der Bauchhöhle zwischen Bauchfell und Bindegewebe eingebracht. Über einen kleinen Schnitt werden hierzu unter Vollnarkose eine Kamera sowie die OP-Instrumente eingeführt. Zunächst muss dabei das vorgewölbte Bauchfell entfernt und im Anschluss wieder zugenäht. Danach wird das Netz mithilfe der endoskopischen Instrumente ausgerollt und befestigt. Anschließend wird die Bruchlücke über dem Kunststoffnetz wieder verschlossen. Zurück bleibt nur eine winzige Narbe.

Vorteile

  • kleine Schnitte 
  • deutlich weniger Schmerzen nach der OP als bei allen anderen etablierten OP-Verfahren 
  • geringeres Komplikationsrisiko für Blutungen, Entzündungen oder Organverletzungen 
  • sehr gute Wiederherstellung der Bauchwandfunktion kosmetisch gutes Ergebnis 
  • deutlich reduziertes Risiko für Rezidive (Wiederholungsbrüche) 
  • zügige Entlassung aus dem Krankenhaus  
  • sehr schnelle Belastbarkeit 
  • sportliche Aktivitäten nach 1 bis 2 Wochen wieder möglich 

Senhance® Surgical Robotic System

Das Senhance® Surgical Robotic System der Firma TransEnterix stellt einen großen Fortschritt auf dem Gebiet der minimal-invasiven Operationen dar. Wir bieten es Patienten und Patientinnen in unserem Hernienzentrum u.a. bei Operationen von Leisten- und Zwerchfellbrüchen an. 

Das System bietet in 16-facher Vergrößerung gestochen scharfe, hochauflösende 3D-Bilder der anatomischen Strukturen aus dem Bauchraum. Der Roboter fungiert dabei als Schnittstelle und führt alle Manöver des Operateurs über hydraulische Mikrobewegungen in Echtzeit durch. Die Präzision dieser Bewegungen sorgt für einen äußerst exakten Operationsvorgang. Die Steuerung der Kamera erfolgt über die Augenbewegungen des Operateurs, die der Instrumente im Bauchinneren mit seinen Händen und Füßen. 

Durch dieses Robotic-unterstützende Operationsverfahren und kleine Schnitte werden bei dieser noch jungen Methode profitieren unsere Patientinnen und Patienten. Neben der onkologischen Tumorchirurgie garantiert der OP-Roboter auch bei zahlreichen gutartigen Baucheingriffen eine neue einzigartige präzise Unterstützung. 

Minimalinvasive Chirurgie (MIC)

Eingriffe, die minimalinvasiv durchgeführt werden, brauchen nur kleine Schnitte. Am Bauch verwenden wir hier sogenannten Trokare, über die wir unsere kleinen Instrumente in die Bauchhöhle einführen. Mit einer HDTV-Kamer mit eigener Lichtquelle kann so das Operationsgebiet bestens eingesehen werden Dennoch können die gleichen Reparaturmethoden durchgeführt werden, wofür noch vor wenigen Jahren große Bauch-OP von notwendig waren.

Mit Hilfe der sogenannten Schlüsselloch-Technik versorgen wir bereits seit vielen Jahren routiniert u.a. Narben-, Bauchwand- und Leistenbrüche. Die Vorteile dieses Verfahrens für unsere Patientinnen und Patienten liegen dabei auf der Hand: Belastung, OP-Dauer, Narben und Rekonvaleszenz-Zeit können deutlich minimiert werden.

MILOS-Operationsverfahren

Die MILOS-Operation ist ein noch junges endoskopisches Verfahren bei Bauchwand- und Narbenhernien. Dabei wird minimal-invasiv ein Kunststoffnetz außerhalb der Bauchhöhle zwischen Bauchfell und Bindegewebe eingebracht. Über einen kleinen Schnitt werden hierzu unter Vollnarkose eine Kamera sowie die OP-Instrumente eingeführt. Zunächst muss dabei das vorgewölbte Bauchfell entfernt und im Anschluss wieder zugenäht. Danach wird das Netz mithilfe der endoskopischen Instrumente ausgerollt und befestigt. Anschließend wird die Bruchlücke über dem Kunststoffnetz wieder verschlossen. Zurück bleibt nur eine winzige Narbe.

Vorteile

  • kleine Schnitte 
  • deutlich weniger Schmerzen nach der OP als bei allen anderen etablierten OP-Verfahren 
  • geringeres Komplikationsrisiko für Blutungen, Entzündungen oder Organverletzungen 
  • sehr gute Wiederherstellung der Bauchwandfunktion kosmetisch gutes Ergebnis 
  • deutlich reduziertes Risiko für Rezidive (Wiederholungsbrüche) 
  • zügige Entlassung aus dem Krankenhaus  
  • sehr schnelle Belastbarkeit 
  • sportliche Aktivitäten nach 1 bis 2 Wochen wieder möglich 

Senhance® Surgical Robotic System

Das Senhance® Surgical Robotic System der Firma TransEnterix stellt einen großen Fortschritt auf dem Gebiet der minimal-invasiven Operationen dar. Wir bieten es Patienten und Patientinnen in unserem Hernienzentrum u.a. bei Operationen von Leisten- und Zwerchfellbrüchen an. 

Das System bietet in 16-facher Vergrößerung gestochen scharfe, hochauflösende 3D-Bilder der anatomischen Strukturen aus dem Bauchraum. Der Roboter fungiert dabei als Schnittstelle und führt alle Manöver des Operateurs über hydraulische Mikrobewegungen in Echtzeit durch. Die Präzision dieser Bewegungen sorgt für einen äußerst exakten Operationsvorgang. Die Steuerung der Kamera erfolgt über die Augenbewegungen des Operateurs, die der Instrumente im Bauchinneren mit seinen Händen und Füßen. 

Durch dieses Robotic-unterstützende Operationsverfahren und kleine Schnitte werden bei dieser noch jungen Methode profitieren unsere Patientinnen und Patienten. Neben der onkologischen Tumorchirurgie garantiert der OP-Roboter auch bei zahlreichen gutartigen Baucheingriffen eine neue einzigartige präzise Unterstützung. 

Unser Team ist für Sie da:

In unserem Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie arbeiten langjährig erfahrene und qualitätsgesicherte Hernien-Chirurgen mit hoher medizinischer Expertise. 

Unser Ziel ist die rasche, schonende, komplikationslose und dauerhafte Heilung Ihres Bruches. Dazu gehört für uns: 

  • Patient:innenkomfort 
  • Patient:innensicherheit nach WHO 
  • Spitzenmedizin durch Spezialisierung 
  • Mitwirkung an aktuellen Studien, Qualitätssicherung 
  • Einsatz modernster, auf den:die Patient:in zugeschnittene Operationsverfahren  
  • Kontinuierliche ärztliche Fortbildungen durch Teilnahme an nationalen und internationalen Kongressen 
  • Verwendung modernster Implantate 
  • Individuelle Betäubungsverfahren 

Dr. med. Olaf Hansen

Ärztliche Leitung Hernienzentrum
Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Onkologische Chirurgie

Dr. med. Marc Maaß

Oberarzt

Das Team setzt sich aus Expert:innen folgender Kliniken zusammen:

Zusammengeschlossene Experten: 

Vereinbaren Sie Ihren Termin:

Sekretariat & Ambulanz
Sekretariat

Andrea Conrad-Pautz

Tel.: 0281 106-2100
Fax: 0281 106-2199
E-Mail: conrad-pautz@evkwesel.de

Sprechstunden

Notfallsprechstunde

Montag bis Freitag: 9:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 16:00 Uhr – nach telefonischer Terminvereinbarung.

Unsere Sprechstunden:

Bei Verdacht auf eine Hernie oder bei bereits gestellter Diagnose beraten wir Sie gerne über die Therapiemöglichkeiten. 

Ein Termin in unserer speziell eingerichteten Hernien-Sprechstunde kann über das Sekretariat unserer Klinik vereinbart werden. 

 

Bevor Sie sich in der Sprechstunde vorstellen, benötigen Sie entweder 

  • eine Überweisung eines niedergelassenen Chirurgen oder 
  • eine Einweisung Ihres Haus- oder Facharztes. 

Sie melden sich mit Ihrer Über-/Einweisung zunächst in unserem Zentralen Anmeldebereich (ZAB) im Erdgeschoss. Hier werden Ihre persönlichen Patientendaten (Name, Geburtsdatum, Adresse und Krankenversicherungsdaten) erhoben und eine Patientenakte erstellt. Von hier aus werden Sie dann in die jeweilige Sprechstunde weitergeleitet. 

 

Bitte bringen Sie alle für die Krankenhausbehandlung wichtigen Unterlagen mit: 

  • Medikamentenliste 
  • Befunde 
  • Untersuchungsergebnisse 
  • Röntgenbilder/CD`s 

Betroffenen empfehlen wir die Kontaktaufnahme zur Hernien-Selbsthilfe Deutschland e.V. – diese informiert umfangreich aus Sicht von Erkrankten und beschreibt mutmachende Erfolgsgeschichten. Zudem organisiert der Verein einmal jährlich den "Tag der Hernie" und weitere Infoveranstaltungen. 

 

Hernien-Selbsthilfe Deutschland e.V.

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